Anwaltsinkasso – FAQ

Was sind die Vorteile beim Anwaltsinkasso?

Im Gegensatz zu einem Inkassounternehmen wird direkt ein Rechtsanwalt mit der Durchsetzung Ihrer Forderung beauftragt. Das Anwaltsinkasso bietet für Sie als Unternehmer daher mehrere Vorteile:

  • Sie erhalten direkt Kontakt mit einem Rechtsanwalt, der Sie auch bundesweit vor allen Amtsgerichten, Landgerichten und Oberlandesgerichten vertreten kann.
  • Ihr Schuldner merkt, dass Ihre Forderungen konsequent verfolgt werden.
  • Es gibt keine Mitgliedschaft, keine Jahresgebühr und keine Vorkasse. Sie behalten den Anspruch auf Ihre volle Forderung!
  • Die Anwaltskosten muss regelmäßig Ihr Schuldner zahlen.
  • Bei Nichterfolg fällt außergerichtlich lediglich eine Bearbeitungspauschale in Höhe von 49,00 € zzgl. USt. an.

Was kostet das Anwaltsinkasso?

Wenn sich Ihr Schuldner in Verzug befindet, muss er auch regelmäßig die Rechtsanwaltskosten in voller Höhe übernehmen. Daher fordere ich diese Kosten direkt beim Schuldner mit ein.

Im vorgerichtlichen Verfahren müssen Sie daher keine Vorkasse leisten!

Wenn Ihr Schuldner trotz meines Forderungsschreibens nicht bezahlt und Sie sich dann entschließen, Ihre Forderung nicht mehr gerichtlich weiter zu verfolgen, zahlen Sie lediglich eine Bearbeitungspauschale in Höhe von 49,- € zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19%). Damit ist die Sache dann für Sie erledigt!

In allen anderen Fällen erfolgt die Abrechnung nach den gesetzlichen Vorschriften (RVG, GKG). Die Kosten hängen somit von der Höhe der einzutreibenden Forderung ab und sind von vornherein gesetzlich festgelegt.

Für wen lohnt sich das Anwaltsinkasso?

Das Anwaltsinkasso meiner Kanzlei ist auf Freiberufler und mittelständische Unternehmer ausgerichtet, die immer wieder mit überfälligen Forderungen zu kämpfen haben:

  • Arztpraxen
  • Steuerberater, Wirtschaftsprüfer
  • Handwerksbetriebe und produzierendes Gewerbe
  • Dienstleistungsunternehmen
  • Werkstätten

Natürlich helfe ich auch Privatpersonen bei der Durchsetzung offener Forderungen, sprechen Sie mich bei Bedarf einfach an.

Gibt es eine Mindestforderung?

Nein, theoretisch können Sie ab 1 Cent mein Anwaltsinkasso nutzen.

Wie läuft das Anwaltsinkasso ab?

Nach Erhalt Ihrer Unterlagen schreibe ich zunächst Ihren Schuldner außergerichtlich an, fordere ihn zur Zahlung auf und drohe die Einleitung gerichtlicher Schritte an. Häufig zeigt das bereits die gewünschte Wirkung und der Schuldner bezahlt seine Forderung.

Wenn der Schuldner die Forderung nicht auf einmal zahlen kann, wirke ich nach Rücksprache mit Ihnen ggf. auf eine Ratenzahlungsvereinbarung hin. Ich gestalte für Sie eine rechtssichere Zahlungsvereinbarung und überwache auch deren Einhaltung.

Wenn der Schuldner auf meine Mahnungen hin nicht zahlt, leite ich nach Rücksprache mit Ihnen ein gerichtliches Mahnverfahren ein. Dies führt meistens schneller zum Titel als als ein Klageverfahren. Alle hierfür erforderlichen Formalitäten werden von mir übernommen.

Widerspricht der Schuldner dem Mahnbescheid nicht innerhalb von zwei Wochen, wird als nächstes ein Vollstreckungsbescheid beantragt. Gegen den Vollstreckungsbescheid kann der Schuldner letztmalig innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch einlegen. Legt der Schuldner keinen Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid ein, wird dieser rechtskräftig. Damit erhalten Sie schnell einen gerichtlichen Titel über Ihre Forderung.

Legt der Schuldner gegen den Mahnbescheid Widerspruch bzw. Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid ein, geht die Sache in ein reguläres Klageverfahren vor Gericht über und wird dort weiter verhandelt.

Aus dem gerichtlichen Titel (Vollstreckungsbescheid oder Urteil) kann die Zwangsvollstreckung betrieben werden. Wenn der Schuldner also weiterhin nicht zahlt, leite ich entsprechende Maßnahmen ein, zum Beispiel die Pfändung von Arbeitseinkommen, die Zwangsversteigerung von Grundstücken oder die Pfändung von beweglichen Gegenständen (zum Beispiel Kraftfahrzeugen).

Muss der Schuldner die Kosten für das Anwaltsinkasso übernehmen?

Der Schuldner muss die Inkassokosten regelmäßig übernehmen, wenn er sich mit der Zahlung der Forderung in Verzug befindet. Das beinhaltet auch die Erstattung der Anwalts- und Gerichtskosten.

Wenn der Anwalt den Verzug erst auslöst, z.B. durch ein erstes Mahnschreiben, sind die Kosten nicht erstattungsfähig. Wichtig ist also, dass sich der Schuldner bereits in Verzug befindet!

Wie setze ich den Schuldner in Verzug?

Den Schuldner in Verzug zu setzen, ist ganz einfach. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Nehmen Sie in Ihre Rechnungen folgenden Zusatz auf:

„Bitte berücksichtigen Sie, dass Sie automatisch in Verzug geraten, wenn der oben genannte Rechnungsbetrag nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang dieser Rechnung beglichen wird. Die Forderung ist ab Verzugseintritt zu verzinsen.“

Dadurch gerät der Schuldner automatisch 30 Tage nach Zugang der Rechnung in Verzug.

2. Schicken Sie dem Schuldner eine Mahnung.

Wenn Sie nicht schon in der Rechnung eine Verzugsregelung mit aufgenommen haben, können Sie den Schuldner einfach durch Zusendung einer Mahnung in Verzug setzen. Aus der Mahnung muss sich ergeben, dass Sie den Schuldner unmissverständlich zur Zahlung einer bestimmten Forderung auffordern, am besten mit einer konkreten Fristsetzung.

Wer muss den Zugang der Rechnung / Mahnung beweisen?

Sie trifft als Gläubiger die Beweislast, dass die Rechnung / Mahnung dem Schuldner zugegangen ist! Daher sollte sämtliche Korrespondenz möglichst schriftlich erfolgen. Für den Nachweis des Zugangs bietet sich z.B. die Benutzung von Fax mit Sendebericht oder der Versand eines Einschreibens unter Zeugen an.

Wie oft muss man mahnen?

Auch wenn sich teilweise immer noch das Gerücht hält, man müsse vorab immer drei Mahnungen verschicken, ist das nach geltendem Recht nicht erforderlich. Eine einzige Mahnung ist rechtlich ausreichend. Wenn in der Rechnung bereits ein Verzugshinweis (siehe oben) enthalten ist, bedarf es überhaupt keiner Mahnung.

Wann verjährt meine Forderung?

Die Verjährung tritt regelmäßig mit Ablauf des dritten Jahres nach Fälligkeit der Forderung ein.

Beispiel: Sie haben gegen einen Kunden eine Werklohnforderung. Die Forderung war im Jahr 2016 fällig und wurde in diesem Jahr auch in Rechnung gestellt. In diesem Fall tritt die Verjährung mit Ablauf des 31.12.2019 ein.

Wichtig ist, dass die Verjährungsfrist durch ein bloßes Mahnschreiben nicht gehemmt wird! Es reicht also nicht aus, Ihren Schuldnern bloß eine Mahnung zu schicken. Sie müssen rechtzeitig einen Mahnbescheid beantragen oder eine Klage erheben. Falls möglich, sollten Sie sich vom Schuldner schriftlich den Verzicht auf die Einrede der Verjährung bestätigen lassen.