Anwaltsinkasso – FAQ

Was sind die Vorteile beim Anwaltsinkasso?

Im Gegensatz zu einem Inkassounternehmen wird direkt ein Rechtsanwalt mit der Durchsetzung Ihrer Forderung beauftragt. Auf normale Inkassoschreiben reagieren viele Schuldner überhaupt nicht. Das Anwaltsinkasso bietet für Sie als Unternehmer daher mehrere Vorteile:

  • Sie erhalten direkt persönlichen Kontakt mit einem Rechtsanwalt, der Sie – im Gegensatz zu Inkassounternehmen – auch bundesweit vor allen Amtsgerichten, Landgerichten und Oberlandesgerichten vertreten kann.
  • Ihre Forderung wird höflich und zugleich konsequent weiterverfolgt. Sie sollen schließlich keinen Kunden verlieren, aber Ihr Geld bekommen.
  • Es gibt keine Mitgliedschaft, keine Jahresgebühr und keine Provision. Sie behalten den Anspruch auf Ihre volle Forderung!
  • Die Anwalts- und Gerichtsgebühren muss regelmäßig Ihr Schuldner übernehmen.
  • Im außergerichtlichen Verfahren müssen Sie keine Gebühren zahlen, diese werden direkt vom Schuldner eingefordert.

Was kostet das Anwaltsinkasso?

Wenn sich Ihr Schuldner in Verzug befindet, muss er auch regelmäßig die Rechtsanwaltsgebühren in voller Höhe übernehmen. Die Anwaltsgebühren fordere ich daher direkt vom Schuldner mit ein.

Im außergerichtlichen Verfahren müssen Sie keine Anwaltsgebühren zahlen, diese werden bis zur Zahlung durch den Schuldner gestundet.

Im gerichtlichen Verfahren erfolgt die Abrechnung nach den gesetzlichen Vorschriften (RVG, GKG). Die Kosten hängen somit von der Höhe der einzutreibenden Forderung ab und sind von vornherein gesetzlich festgelegt. Wenn der Schuldner antragsgemäß verurteilt wird, muss er auch die gesamten Kosten des gerichtlichen Verfahrens tragen.

Auslagen (z.B. für die Einholung von Auskünften) sind in jedem Fall zu erstatten.

Für wen lohnt sich das Anwaltsinkasso?

Das Anwaltsinkasso meiner Kanzlei ist auf Freiberufler und mittelständische Unternehmer ausgerichtet, die immer wieder mit überfälligen Forderungen zu kämpfen haben:

  • Arztpraxen
  • Steuerberater, Wirtschaftsprüfer
  • Handwerksbetriebe und produzierendes Gewerbe
  • Dienstleistungsunternehmen
  • Werkstätten

Natürlich helfe ich auch Privatpersonen bei der Durchsetzung offener Forderungen, sprechen Sie mich bei Bedarf einfach an.

Gibt es eine Mindestforderung?

Nein, es gibt keine Mindestforderung für das Anwaltsinkasso.

Wie läuft das Anwaltsinkasso ab?

Nach Erhalt Ihrer Unterlagen schreibe ich zunächst Ihren Schuldner außergerichtlich an, fordere ihn zur Zahlung auf und drohe die Einleitung gerichtlicher Schritte an. Häufig zeigt das bereits die gewünschte Wirkung und der Schuldner bezahlt seine Forderung.

Wenn der Schuldner die Forderung nicht auf einmal zahlen kann, wirke ich nach Rücksprache mit Ihnen ggf. auf eine Ratenzahlungsvereinbarung hin. Ich gestalte für Sie eine rechtssichere Zahlungsvereinbarung und überwache auch deren Einhaltung.

Wenn der Schuldner auf meine Mahnungen hin nicht zahlt, leite ich nach Rücksprache mit Ihnen ein gerichtliches Mahnverfahren ein. Dies führt meistens schneller zum Titel als als ein Klageverfahren. Alle hierfür erforderlichen Formalitäten werden von mir übernommen.

Widerspricht der Schuldner dem Mahnbescheid nicht innerhalb von zwei Wochen, wird als nächstes ein Vollstreckungsbescheid beantragt. Gegen den Vollstreckungsbescheid kann der Schuldner letztmalig innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung Einspruch einlegen. Legt der Schuldner keinen Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid ein, wird dieser rechtskräftig. Damit erhalten Sie schnell einen gerichtlichen Titel über Ihre Forderung.

Legt der Schuldner gegen den Mahnbescheid Widerspruch bzw. Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid ein, geht die Sache in ein reguläres Klageverfahren vor Gericht über und wird dort weiter verhandelt.

Aus dem gerichtlichen Titel (Vollstreckungsbescheid oder Urteil) kann die Zwangsvollstreckung betrieben werden. Wenn der Schuldner also weiterhin nicht zahlt, leite ich entsprechende Maßnahmen ein, zum Beispiel die Pfändung von Arbeitseinkommen, die Zwangsversteigerung von Grundstücken oder die Pfändung von beweglichen Gegenständen (zum Beispiel Kraftfahrzeugen).

Muss der Schuldner die Kosten für das Anwaltsinkasso übernehmen?

Der Schuldner muss die Inkassokosten regelmäßig übernehmen, wenn er sich mit der Zahlung der Forderung in Verzug befindet. Das beinhaltet auch die Erstattung der Anwalts- und Gerichtskosten.

Wenn der Anwalt den Verzug erst auslöst, z.B. durch ein erstes Mahnschreiben, sind die Kosten nicht erstattungsfähig. Wichtig ist also, dass sich der Schuldner bereits in Verzug befindet!

Wie setze ich den Schuldner in Verzug?

Den Schuldner in Verzug zu setzen, ist ganz einfach. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:

1. Nehmen Sie in Ihre Rechnungen eine Zahlungsfrist auf, z.B.

„Bitte berücksichtigen Sie, dass Sie automatisch in Verzug geraten, wenn der oben genannte Rechnungsbetrag nicht innerhalb von 30 Tagen nach Fälligkeit und Zugang dieser Rechnung beglichen wird. Die Forderung ist ab Verzugseintritt zu verzinsen.“

Dadurch kommen auch Verbraucher automatisch 30 Tage nach Zugang der Rechnung in Verzug.

2. Schicken Sie dem Schuldner eine Mahnung.

Wenn Sie nicht schon in der Rechnung eine Zahlungsfrist mit aufgenommen haben, können Sie den Schuldner einfach durch Zusendung einer Mahnung in Verzug setzen. Aus der Mahnung muss sich ergeben, dass Sie den Schuldner unmissverständlich zur Zahlung einer bestimmten Forderung auffordern, am besten mit einer konkreten Fristsetzung.

Wer muss den Zugang der Rechnung / Mahnung beweisen?

Sie trifft als Gläubiger die Beweislast, dass die Rechnung / Mahnung dem Schuldner zugegangen ist! Daher sollte sämtliche Korrespondenz möglichst schriftlich erfolgen. Für den Nachweis des Zugangs bietet sich z.B. die Benutzung von Fax mit Sendebericht oder der Versand eines Einschreibens unter Zeugen an.

Wie oft muss man mahnen?

Auch wenn sich teilweise immer noch das Gerücht hält, man müsse vorab immer drei Mahnungen verschicken, ist das nach geltendem Recht nicht erforderlich. Eine einzige Mahnung ist rechtlich ausreichend. Wenn in der Rechnung bereits ein Verzugshinweis (siehe oben) enthalten ist, bedarf es überhaupt keiner Mahnung.

Wann verjährt meine Forderung?

Die Verjährung tritt regelmäßig mit Ablauf des dritten Jahres nach Fälligkeit der Forderung ein.

Beispiel: Sie haben gegen einen Kunden eine Werklohnforderung. Die Forderung war im Jahr 2016 fällig und wurde in diesem Jahr auch in Rechnung gestellt. In diesem Fall tritt die Verjährung mit Ablauf des 31.12.2019 ein.

Wichtig ist, dass die Verjährungsfrist durch ein bloßes Mahnschreiben nicht gehemmt wird! Es reicht also nicht aus, Ihren Schuldnern bloß eine Mahnung zu schicken. Sie müssen rechtzeitig einen Mahnbescheid beantragen oder eine Klage erheben. Falls möglich, sollten Sie sich vom Schuldner schriftlich den Verzicht auf die Einrede der Verjährung bestätigen lassen.

Brauchen Sie noch Hilfe?

Stellen Sie einfach Ihre kostenlose Anfrage über das unten stehende Kontaktformular. Anstatt das Kontaktformular zu benutzen können Sie mich natürlich auch anrufen (03605-2599159) oder mir eine E-Mail schicken (info@hofauer.com). Anwaltsgebühren fallen hierfür nicht an.


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