OLG Frankfurt: Anleger muss nicht vortragen, wie er sich bei korrekter Aufklärung verhalten hätte

Wenn ein Anlageberater nicht über die Höhe einer ihm zufließenden Rückvergütung aufklärt, spricht die Vermutung aufklärungsrichtigen Verhaltens dafür, dass der Anleger die Anlage bei korrekter Aufklärung nicht gezeichnet hätte. Nach einer Entscheidung des OLG Frankfurt wird diese Vermutung aufklärungsrichtigen Verhaltens auch nicht  dadurch widerlegt, dass der Anleger im Rahmen einer Parteivernehmung dies nicht ausdrücklich bestätigt.

Interessante Rechtsprechung zum Bank- und Kapitalmarktrecht

  Da ich unter anderem im Bank- und Kapitalmarktrecht tätig bin, habe ich mit der Zeit einige Entscheidungen „gesammelt“, die für die Praxis von Bankjuristen interessant sind. Ich habe mich entschlossen, diese Entscheidungen in einem Blogbeitrag zusammenzufassen. Die Sammlung erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Aktualität. Hier stehen einfach nur Entscheidungen, die ich gefunden […]