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Sebastian Hofauer, LL.M.

Rechtsanwalt

E und U Marketing AG (vormals E&S Marketing AG) lässt Inkassoschreiben über City Inkasso verschicken

Vor einiger Zeit habe ich mehrere Mandanten gegen die E&S Marketing AG aus der Schweiz vertreten (siehe auch diesen Beitrag hier). Einige berichten mir nun, dass sie noch Monate später Inkassoschreiben von der City Inkasso GmbH aus Frankfurt erhalten. Laut den jüngeren Schreiben soll sich die E&S Marketing AG offenbar in E und U Marketing AG umfirmiert haben.

In den Schreiben ist auch ein Hinweis zu Negativeinträgen in Bonitätsdatenbanken enthalten:

„Bitte reagieren Sie rechtzeitig, da wir überfällige, nicht strittige Forderungen ggf. an Auskunfteien übermitteln. Insoweit weisen wir Sie auf § 31 Abs. 2 S. 1 Nr. 4 Bundesdatenschutzgesetz hin.“

Der Hinweis auf § 31 Abs. 2 S. 1 Nr. 4 BDSG zeigt schon, dass man vor solchen Schufa-Androhungen keine übertriebene Angst haben sollte. In dieser Vorschrift ist nämlich klar geregelt, dass Auskunfteien wie z.B. die Schufa Forderungen nicht berücksichtigen dürfen, wenn diese vom Schuldner ausdrücklich bestritten werden.

Dementsprechend habe ich City Inkasso angeschrieben und darauf hingewiesen, dass der behauptete Vertrag, aus dem die Forderung resultieren soll, angefochten wurde und die Forderung daher bestritten wird. Die City Inkasso GmbH reagierte umgehend und teilte mit, „dass der Vorgang diesseits archiviert wurde“ und nicht mehr durch die City Inkasso GmbH weiterbearbeitet wird.

Man sieht also, von der Drohkulisse des Inkassobüros sollte man sich nicht übermäßig beeindrucken lassen.