Heilbad Heiligenstadt

Die geschichtlichen Wurzeln von Heilbad Heiligenstadt gehen bis in das erste Jahrtausend n. Chr. Zurück. Im Jahre 973 wurde Heiligenstadt erstmals urkundlich erwähnt. 1227 wurden Heiligenstadt durch den Erzbischof Siegfried II. die Stadtrechte verliehen. 1802 wurde Heiligenstadt an Preußen angegliedert und stand bis 1813 unter der Besetzung Napoleons.

Seit 1950 ist Heiligenstadt ein Heilbad und seit 1994 die Kreisstadt des Landkreises Eichsfeld (KFZ-Kennzeichen EIC). Die Stadt hat knapp 17.000 Einwohner (Stand 2015).

Heilbad Heiligenstadt liegt ziemlich genau im Mittelpunkt Deutschlands und in unmittelbarer Nähe des Dreiländerecks Hessen/Niedersachsen/Thüringen. Ebenfalls in unmittelbarer Nähe befinden sich der Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal sowie der Iberg (453 Meter über NHN). Die Stadt ist über die Autobahn A38 direkt zu erreichen.

Heilbad Heiligenstadt ist in 4 Ortsteile untergliedert: Flinsberg, Günterode, Kalteneber und Rengelrode.

Die wohl bekanntesten Persönlichkeiten, die mit Heilbad Heiligenstadt in Verbindung gebracht werden, sind der Schriftsteller Theodor Storm, der in Heiligenstadt einige Jahre als Richter tätig war, sowie der in Heiligenstadt geborene Tilman Riemenschneider, dessen beeindruckende Altarschnitzereien („Retabeln“) in etlichen deutschen Kirchen wiederzufinden sind. In Heilbad Heiligenstadt ist daher auch das Literaturmuseum Theodor Storm beheimatet. Der Dichter Heinrich Heine wurde in Heiligenstadt kirchlich getauft.

Heilbad Heiligenstadt verfügt über eines von vier Amtsgerichten im Landgerichtsbezirk Mühlhausen und ist Sitz des Landratsamtes Eichsfeld.