Klage gegen die Firma Julie GmbH Freizeittreffpunkt

Ich habe für einen Mandanten Klage gegen die Julie GmbH Freizeittreffpunkt aus Dresden eingereicht. Mein Mandant möchte gerichtlich klären lassen, dass ein Vertrag zwischen ihm und dieser Firma wirksam widerrufen worden ist. Hintergrund war folgender:

Mein Mandant unterzeichnete im Jahr 2019 einen „Aufnahmevertrag für die Mitgliedschaft im Freizeitclub der Julie GmbH Freizeittreffpunkt“.

Der Vertrag wurde bei meinem Mandanten zu Hause unterzeichnet, nachdem er dort Besuch von einer Außendienstmitarbeiterin erhielt. Es handelte sich um einen „außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Vertrag“, welcher von Verbrauchern innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden kann. Von diesem Widerrufsrecht machte mein Mandant Gebrauch, nachdem er Zweifel bekam, ob dieser Vertrag für ihn überhaupt sinnvoll ist.

Allerdings wurde meinem Mandanten auch ein Formular mit der Überschrift „Vertrauensbeweis“ vorgelegt, welches von ihm ebenfalls unterschrieben wurde:

Die Julie GmbH Freizeittreffpunkt vertrat daher bislang den Standpunkt, dass der erklärte Widerruf keine Rechtswirkung entfalten könne. Die Firma beanspruchte von meinem Mandanten weiterhin einen Betrag in Höhe von 2.755,00 €.

Aus diesem Grund entschied sich mein Mandant, negative Feststellungsklage zu erheben. Im Rahmen einer solchen Klage klärt das Gericht verbindlich, ob der Widerruf den Vertrag beendet hat und ob die Gegenseite die geforderten Beträge noch beanspruchen darf. Solche Klagen können nach § 29c ZPO am Wohnsitz des Verbrauchers erhoben werden. Es muss also nicht zwangsweise in Dresden am Sitz der Firma geklagt werden.

Betroffene Kunden können sich gerne unverbindlich an mich wenden. Nutzen Sie hierfür einfach die Möglichkeit einer Anfrage über mein Kontaktformular.

(Anmerkung: Dieser Beitrag gibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Er erhebt daher keinen Anspruch auf fortlaufende Aktualität.)