Neuregelungen zur Maklerprovision

Künftig gelten bei vielen Immobiliengeschäften neue Regeln für die Maklerprovision. Der Bundestag hat am 14.5.2020 ein „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ beschlossen. Die wichtigsten Neuregelungen sind:

  • Zukünftig ist es nicht mehr möglich, die Maklerprovision vollständig dem Käufer aufzuerlegen, wenn (auch) der Verkäufer den Makler beauftragt hat.
  • Wird der Makler sowohl für den Käufer als auch den Verkäufer tätig, kann er eine Vergütung künftig nur von beiden Parteien zu gleichen Teilen verlangen.
  • Vereinbart der Makler mit einer Partei, für diese unentgeltlich tätig zu werden, kann er auch von der anderen Partei keine Vergütung beanspruchen.
  • Hat nur eine Partei den Makler beauftragt, muss diese Partei auch die Maklervergütung zahlen. Entsprechende Vereinbarungen mit dem Ziel, die Kosten an die andere Partei weiterzugeben, sind nur dann wirksam, wenn die weitergegebenen Kosten maximal 50 Prozent der Gesamtprovision ausmachen.
  • Ein Maklervertrag, welcher den Verkauf eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung zum Inhalt hat, bedarf der Textform.

Diese Regelungen gelten jedoch nur gegenüber Verbrauchern und sollen voraussichtlich zum Jahreswechsel 2020/2021 wirksam werden.