OLG Frankfurt a.M.: Kein Schadenersatzanspruch des Anlegers gegen Wirtschaftsinformationsunternehmen wegen veröffentlichter Kredit- und Risikoanalysen

Ein Anleger, der auf eine von einem Wirtschaftsinformationsunternehmen im Internet veröffentlichte Kredit- und Risikoanalyse zu einem Bonitätszertifizikat vertraut, kann gegen dieses Wirtschaftsinformationsunternehmen keinen Schadensersatz aus Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter geltend machen. Das gilt jedenfalls dann, wenn es bereits an substantiiertem Vortrag zu einem konkreten Vertragsverhältnis zwischen der Kapitalanlagegesellschaft und dem Wirtschaftsinformationsunternehmen fehlt, in dessen Schutzbereich der Anleger einbezogen worden sein könnte.

Aus diesen Gründen wies das OLG Frankfurt die Berufung eines Anlegers gegen ein Urteil des Landgerichts Darmstadt zurück.

(OLG Frankfurt, Beschluss vom 17.07.2017, 13 U 172/16).

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