Probleme mit Sky Deutschland – Trotz Kündigungsbestätigung wird weiter abgebucht

Ein Mandant von mir hat Probleme mit Sky Deutschland. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches. Bei einem Unternehmen mit vielen Kunden gibt es nun einmal hin und wieder Streitigkeiten. Wenn man allerdings den aktuellen Fall meines Mandanten betrachtet, fragt man sich wirklich, wie chaotisch ein Unternehmen eigentlich arbeiten kann.

Was war geschehen? Mein Mandant war Abonnent bei Sky Deutschland. Er hatte seinen Vertrag ordentlich gekündigt. Hierüber erhielt er auch eine schriftliche Kündigungsbestätigung von der Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG. Darin wurde auch ausdrücklich der Kündigungszeitpunkt bestätigt.

Trotzdem buchte Sky Deutschland noch nach Ablauf des Kündigungszeitpunkts monatliche Beiträge vom Konto meines Mandanten ab. Mein Mandant versäumte leider, allen Lastschriftabbuchungen rechtzeitig zu widersprechen. Daher schrieb er ein Schreiben an Sky Deutschland und forderte die unberechtigten Abbuchungen von seinem Konto zurück.

Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG verschickte daraufhin ein Standardschreiben an meinen Mandanten mit folgendem Inhalt:

„vielen Dank für Ihr Schreiben.

Bitte entschuldigen Sie die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Wir haben Ihre Anfrage an die zuständige Fachabteilung weitergeleitet. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld.Wir haben Ihre Anfrage an die zuständige Fachabteilung weitergeleitet. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld.

Wir wünschen Ihnen eine angenehme Woche.

Besuchen Sie unsere Online-Community „Sky&Friends“ unter community.sky.de. Dort finden Sie schnelle Hilfe zu Ihren Anliegen und können sich rund um Sky austauschen.

Freundliche Grüße
Ihr Sky Team“

„Schnelle Hilfe“ im Internet konnte mein Mandant ironischerweise nicht bekommen, da sein Account wegen der Kündigung bereits gesperrt war.

Auf eine Bearbeitung seiner Reklamation wartete mein Mandant leider vergebens. Gleichzeitig wurde weiter vom Konto meines Mandanten abgebucht. Das sah mein Mandant verständlicherweise nicht mehr ein und legte bei seiner Bank Widerspruch gegen eine der letzten Lastschriftabbuchungen ein.

Auch das half allerdings nicht. Prompt erhielt mein Mandant ein Mahnschreiben aus dem Forderungsmanagement der Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG. Das war letztlich auch der Auslöser für ihn, zum Rechtsanwalt zu gehen. Sky Deutschland bekommt nun von mir ein Mahnschreiben nebst Kostennote und eine Aufforderung zur Unterlassung weiterer Lastschriftabbuchungen.

Wenn das nicht helfen sollte, wäre das für mich persönlich jedenfalls nicht weiter dramatisch. Einfacher kann man eine Klage ja kaum begründen.

(Anmerkung: Dieser Beitrag gibt den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder. Er erhebt daher keinen Anspruch auf fortlaufende Aktualität.)