Redliche, eindeutige und nicht irreführende Informationen nach § 63 Abs. 6 WpHG

Wertpapierdienstleistungsunternehmen stellen ihren Kunden häufig Informationen über bestimmte Finanzinstrumente oder Wertpapierdienstleistungen zur Verfügung. Dazu gehört insbesondere produktbezogene oder dienstleistungsbezogene Werbung.

Wie solche (Werbe-)Informationen auszusehen haben, ist gesetzlich streng reguliert. Bereits vor MiFID II gab es hierzu detaillierte gesetzliche Vorgaben im WpHG und in der WpDVerOV.

Die Einzelheiten sind nunmehr in § 63 Abs. 6 WpHG, Art. 44 MiFID-II-DVO geregelt. Außerdem enthält BT 3 der MaComp hierzu wichtige Auslegungshinweise der BaFin:

https://www.bafin.de/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Rundschreiben/2018/rs_18_05_wa3_macomp.html?nn=9021442#doc10744966bodyText65

Die wichtigsten Punkte, die Wertpapierdienstleistungsunternehmen insoweit beachten müssen, sind:

  • Ausreichende und verständliche Darstellung
  • Aktualität der Darstellung
  • Ausgewogene Darstellung von Vorteilen und Risiken
  • Vorgaben bei der Darstellung von Wertentwicklungen, insbesondere bei vergangenheitsbezogenen Angaben
  • Angaben zu den Auswirkung von Provisionen, Gebühren und sonstigen Entgelten
  • Angaben bei simulierten Wertentwicklungen und zukunftsbezogenen Angaben

Wertpapierdienstleistungsunternehmen, welche die gesetzlichen Vorgaben nicht beachten, riskieren letztlich Beanstandungen durch den Prüfer oder im schlimmsten Fall Sanktionen durch die BaFin.

Ich verfüge über einschlägige Erfahrungen in der Prüfung von Informationen im Sinne von § 63 Abs. 6 WpHG. Unter anderem prüfe ich für Wertpapierdienstleistungsunternehmen deren Werbeinformationen auf Konformität mit dem WpHG und der MiFID-II-DVO.

Wenn Sie hierbei externe Unterstützung benötigen, können Sie sich gerne an mich wenden.