Kapitalmarktrecht

OLG Frankfurt a.M.: Kein Schadenersatzanspruch des Anlegers gegen Wirtschaftsinformationsunternehmen wegen veröffentlichter Kredit- und Risikoanalysen

Ein Anleger, der auf eine von einem Wirtschaftsinformationsunternehmen im Internet veröffentlichte Kredit- und Risikoanalyse zu einem Bonitätszertifizikat vertraut, kann gegen dieses Wirtschaftsinformationsunternehmen keinen Schadensersatz aus Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter geltend machen. Das gilt jedenfalls dann, wenn es bereits an substantiiertem Vortrag zu einem konkreten Vertragsverhältnis zwischen der Kapitalanlagegesellschaft und dem Wirtschaftsinformationsunternehmen fehlt, in dessen …

OLG Frankfurt a.M.: Kein Schadenersatzanspruch des Anlegers gegen Wirtschaftsinformationsunternehmen wegen veröffentlichter Kredit- und Risikoanalysen Weiterlesen »

OLG Frankfurt: Anleger muss nicht vortragen, wie er sich bei korrekter Aufklärung verhalten hätte

Wenn ein Anlageberater nicht über die Höhe einer ihm zufließenden Rückvergütung aufklärt, spricht die Vermutung aufklärungsrichtigen Verhaltens dafür, dass der Anleger die Anlage bei korrekter Aufklärung nicht gezeichnet hätte. Nach einer Entscheidung des OLG Frankfurt wird diese Vermutung aufklärungsrichtigen Verhaltens auch nicht  dadurch widerlegt, dass der Anleger im Rahmen einer Parteivernehmung dies nicht ausdrücklich bestätigt.

Die Prospektprüfungspflicht trifft auch Treuhandkommanditisten

Der BGH hat sich erneut mit den Aufklärungspflichten eines Treuhandkommanditisten bei einem geschlossenen Fonds beschäftigt. Der BGH bekräftigte seine Rechtsprechung, wonach ein Treuhandkommanditist verpflichtet ist, die Anleger über alle wesentlichen Punkte, insbesondere regelwidrige Auffälligkeiten der Anlage, aufzuklären, die ihm bekannt sind oder bei gehöriger Prüfung bekannt sein müssen und die für die von den Anlegern zu …

Die Prospektprüfungspflicht trifft auch Treuhandkommanditisten Weiterlesen »

Zur Zulässigkeit einer jährlichen Administrationsgebühr in Investmentverträgen

a) Die von einer ein Sondervermögen verwaltenden Kapitalanlagegesellschaft im Rahmen von Investmentverträgen betreffend den Erwerb und das Halten von Investmentanteilen nach dem Investmentgesetz verwendeten Allgemeinen Geschäftsbedingungen, nach denen die Kapitalanlagegesellschaft – neben einer jährlichen Vergütung für die Verwaltung des Sondervermögens – eine jährliche Administrationsgebühr in Höhe von 0,5 v.H. des Wertes des Sondervermögens erhält, unterliegen …

Zur Zulässigkeit einer jährlichen Administrationsgebühr in Investmentverträgen Weiterlesen »